Das Experiment Großstadthund

Wie einige von euch ja wissen, bin ich Ende 2014 nach Berlin gezogen und hatte meine damals 11 Jahre alte Hündin Toshka (vorerst) im schönen Thüringen zur Pflege bei meiner Mutter gelassen. Ich wollte in Berlin erst alles mit Wohnung und Job geregelt wissen, bevor ich mich an das Experiment „Großstadthund“ wage.

Nun, nach einem weiteren halben Jahr war es dann soweit, die Testphase begann:
Ich hatte 1 Woche um zu probieren, ob es im Büro und in der S-Bahn klappt – ob der Sofawolf, der nur das Landleben kennt, diesen Stress verträgt?

Fest stand allerdings von Beginn an, ich würde Toshka nur dauerhaft nach Berlin holen, solange ihr es hier nicht „zu viel“ wird und ich sie in meinen Berufsalltag integrieren kann. Aufgrund ihres Alters ist Bewegung zwar nicht mehr vordergründig, trotzdem möchte ich sie keine 10 Stunden alleine in der Wohnung lassen… auch wenn sie dort vielleicht nur schlafen würde.

Die geistige Auslastung ist jedoch ein sehr wichtiger Punkt, den ich als verantwortungsvolle Hundebesitzerin natürlich nicht missachten wollte. Umso schöner ist es für mich, dass mir mein damaliger Arbeitgeber ohne Probleme genehmigte, meinen Hund mit ins Büro nehmen zu können. Die Voraussetzungen, mich ausreichend um meinen Sofawolf kümmern zu können, wurden somit gegeben und das Experiment ging an den Start.

Mein damaliges Fazit nach einer Woche:
„Die Woche ist nun fast rum und was soll ich sagen? Ich bin gerade sehr glücklich!
Die S-Bahn bereitet ihr überhaupt keine Probleme, auch zur vollgestopften „Rushhour“ verhält sie sich sehr ruhig (und wer hätte es geahnt, sie legt sich einfach hin und schläft). Im Büro ist sie ebenfalls sehr ausgeglichen (und wer hätte es auch hier geahnt, sie verschläft hier ca. 98% ihrer Anwesenheit) und bereitet meinen Kollegen mit ihrer freundlichen Art viel Freude. In meiner Wohnung hat sie die bereits gewohnten Regeln ebenfalls ganz klar verstanden und sie wusste auch hier von Beginn an, dass der Kühlschrank ihr bester Freund ist. Ich profitiere natürlich auch von dieser ganzen Aktion… denn dem einen oder anderen ist es ja schon aufgefallen, ich bin einfach schrecklich verliebt in diesen vierbeinigen Fellball. Ja, Hunde nerven manchmal und machen Arbeit, der Alltag muss neu strukturiert werden, überall muss man auch mal Abstriche machen, aber was man dafür zurück bekommt ist einfach unbezahlbar! Neben all diesem emotionalen Gedöns erfreut es übrigens auch meinen schokoladeliebenden Körper, denn ich bekomme meinen faulen Hintern auch wieder etwas in Bewegung. Ich gehe vor der Arbeit, während der Mittagspause und nach dem Feierabend spazieren… freiwillig! Und ich erkunde meine Gegend viel intensiver – ich habe sogar einen wunderschönen Park, wenige Minuten vom Büro entfernt, entdeckt.
Noch ist die Woche nicht abgeschlossen und Rolltreppen findet der Sofawolf übrigens ganz, ganz schrecklich (tja, Frauchen… musst du halt mehr Treppen steigen), aber um es kurz zu fassen:
Läuft!
Ich freue mich das alles so prima klappt und bin sehr stolz auf meinen Großstadthund.“

Toshka lebt mittlerweile seit fast 2 Jahren hier und fühlt sich, soweit ich es beurteilen kann, einfach pudelwohl 🙂

Mittlerweile habe ich zwar den Arbeitgeber gewechselt, aber auch in diesem neuen Büro ist mein Sofawolf sehr gern gesehen und wird von allen Kollegen herzlichst akzeptiert ❤

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